Wissen, was zu tun ist


Neumünster - Spaß und Gelächter im Statt-Theater: Rund 400 Kinder lernten bei der Premiere des Erste-Hilfe-Musicals "Supersani und Autsch", was bei einem Notfall zu tun ist.

"Eins, eins, zwei - schon kommt die Feuerwehr vorbei": Mit spritzigen Liedern und einer lustigen Bühnenshow brachten gestern "Supersani" und "Autsch" den Kindern die wichtigsten Verhaltensregeln bei Unfällen aller Art bei. Da war die Auswahl groß: Vom verunglückten Fahrradfahrer über Ohnmachtsanfälle bis zum Sonnenbrand - das Team der Darsteller Gutrun Wellmer und Matze Dorn zeigte den Kids, wie sich manches Unglück von Anfang an vermeiden lässt und was man bei einem Unfall am besten tut.

Als Zielgruppe des Erste-Hilfe-Musical haben die Autoren, Ansgar Hüttenmüller alias "Asfalt Hütte" und Bernd Wedemeyer, Kinder im Grundschulalter zwischen vier und zehn Jahren im Visier: "Verletzungen lassen sich beim Spielen nicht vermeiden. Wichtig ist, dass die Kinder dann wissen, was zu tun ist." Armer "Autsch": Stets war er es, dem ein Missgeschick passierte. Doch zum Glück war "Supersani" mit Helm und Umhang sofort zur Stelle, um ihm zu helfen. Ihrem ohnmächtigen Freund legte sie die Beine hoch, gegen einen Sonnenbrand empfahl sie gute Sonnencreme und einen großen Hut. Sogar ein Hundebiss wusste "Supersani" zu verarzten: Sie legte einfach einen Wundverband an - fertig. "Aber danach muss man zum Arzt gehen", erklärte sie den Kids. Bei der Anatomie konnten "Autsch" und die Kinder noch eine Menge lernen: Zum Beispiel, dass das Herz ein sehr wichtiges Organ ist und Blut in die Adern des Körpers pumpt. Zum Abschluss sang das Team gemeinsam: "Nur Mut - dann wird alles wieder gut!" Und gab den Kids mit auf den Weg nach Hause: Denkt immer daran: Helfen ist einfach - einfach helfen!"

Gemeinsam mit ihren Eltern Wilfried und Gesa Schlüter waren die sechsjährige und ihr Bruder Matz (3) vom Musical beeindruckt. "Irre, was der Ansgar Hüttenmüller auf die Beine gestellt hat", fand ihr Vater. (Text: Thorge Rühmann)


"Helfen ist einfach": Das Team "Supersani" und "Autsch" alias Gutrun Wellmer und Matze Dorn zeigte den jungen Zuschauern auf spielerische Weise, was nach einem Unfall zählt. [Foto: tr]

aus: Holsteinischer Courier vom 23. April 2004